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Beitragvon Stella Rose am Sa 15. Sep 2018, 20:58

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Schon seit Wochen freute ich mich schon auf das Treffen mit Rick. Wir hatten uns auf dem Wave/Gotik Treffen in Leipzig kennengelernt.
Beide liebten wir die Schwarze Szene - und waren überhaupt auf gleicher Wellenlänge.
Ich war an einem Wochenende mit ein paar Freundinnen dort und plötzlich hatte er neben mir gestanden.
Das war während des Auftritts bei Project Pitchfork. Wir sahen uns zufällig an und mir fielen gleich seine ausdrucksvollen Augen auf. „Bist du auch PP – Fan?“ fragte er, das heißt eher – schrie er- die Musik war natürlich sehr laut, so wie das auf Konzerten und Festivals ist.
Ich nickte, konnte gar nichts sagen, war etwas verwirrt und sah wieder nach vorne. Ich bin kein Mensch der gleich auf andere zu geht.
Nach dem Konzert trafen wir uns wieder am Getränke-Stand – Zufall – kein Zufall -ich weiß es nicht.
Er sprach mich wieder an und wir unterhielten uns über die verschiedenen Künstler die dort auftraten.
Dabei stellten wir fest, wir mochten die gleichen Bands.
„Starkes Outfit“, machte er mir ein Kompliment, „steht dir gut.“
Mein Mini war sehr kurz. „Das ist kein Rock, das ist ein Gürtel“, schimpfte mein Vater mal, wie er mich damit gesehen hatte. “Viel zu aufreizend!“ Aber er konnte mir ja nichts mehr verbieten, ich war ja längst über 18.
Ich wurde rot bei Ricks Kompliment. Er sah auch sehr hot aus. Ganz in schwarz mit Silberketten/Ringen. Inzwischen hat sich ja viel Farbe in der Szene eingeschlichen, diverse neue Richtungen. Ich mag noch die Urform der Gothic-Szene. Ohne bunten Schnick Schnack und etwas düster und verwegen und mystisch. Genauso war er gestylt…
Ach wenn doch nur schon Wochenende wäre. Ich war gerade von der Arbeit nach Hause gekommen da ging das Telefon: „Ja Mama- sicher – weiß ich doch- ….“ Ich verdrehte die Augen. Meine Mutter meinte immer noch ich wäre ein Kind. Dabei wohnte ich schon seit 5 Jahren nicht mehr Zuhause. Mit 24 sollte man doch erwachsen sein, würde ich mal sagen. Eigentlich mochte ich sie ja, aber manchmal wurde es mir auch zu viel.
Zur Zeit war ich sowieso irgendwie unzufrieden. Ich arbeitete seit einigen Jahren in einem Drogerie-Markt. Es war nicht die Arbeit an sich, sondern zwei Kolleginnen, die versuchten, mir das Leben schwer zu machen. Anscheinend kamen sie nicht damit zurecht, dass ich anders war, andere Interessen hatte als sie. Der Marktleiter war ganz in Ordnung. Aber was nützte mir das. Mit den Kolleginnen musste ich ja direkt zusammenarbeiten und dass die meiste Zeit.
Ich hatte schon öfters überlegt etwas ganz anderes zu machen. Das Leben lag ja noch vor mir. Träume hatte ich genug. Einen davon würde ich verwirklichen. Das hatte ich mir inzwischen fest vorgenommen.
Jetzt aber erstmal hatte ich Rick im Kopf und im Herzen. Wir hatten uns seit dem Festival oft geschrieben und nun wollten wir uns endlich mal wiedersehen.
Ich war gerade abends aus dem Markt , da kam wieder eine neue Nachricht von Rick. Mit meinem Smartphone in der Hand und die Nachricht lesend ging ich zu meinem Auto. Auf dem Weg dahin wäre ich fast vor eine Laterne gelaufen. -Das war knapp!
Man soll ja nicht so durch die Gegend laufen, wird ja immer wieder gesagt. Aber man hält sich nicht dran. Wird schon nichts passieren und es machen ja auch alle.
Chris unser Marktleiter, hatte das natürlich wieder mitbekommen. Chris bekommt alles mit.
Eigentlich hätte er Detektiv werden können.
„Augen auf, Mandy“, rief er mir zu und grinste. Aber dann etwas ernster: „mach das bloß nicht am Steuer!“
„Ja, Papa“- erwiderte ich.
„Braves Kind,“ witzelte er und stieg dann in sein Auto.
Meine „lieben“ Kolleginnen Annika und Sandra standen etwas weiter weg und sahen zu mir rüber und tuschelten.
Typisch, dachte ich und fuhr weg.

Es war endlich so weit, das Wochenende nahte. Da wir weit auseinander wohnten hatten wir uns in einer Stadt in der Mitte der Strecke verabredet. Wir wollten uns am Bahnhof treffen und dann mal sehen wo wir dann hin gehen.
Bei meinen Eltern hatte ich mich schon abgemeldet, dass ich das Wochenende nicht da bin.
„Du kennst den doch noch gar nicht richtig“, kam von beiden. „Ja, deswegen wollen wir uns ja auch mal treffen. Ich werde nicht gleich mit ihm im selben Hotel-Zimmer übernachten, keine Angst.“
Das hatte ich auch wirklich noch nicht vor. So unvorsichtig war ich nicht und von One-Night-Stands hielt ich nichts.
Man kann sich doch einfach auch erstmal so treffen und sehen, ob man wirklich so viele Gemeinsamkeiten hat.
Liebe macht blind- wird ja immer gesagt.
Aber ich freute mich erstmal wahnsinnig Rick wieder zu sehen.
Um 8:oo Uhr morgens fuhr ich los.
Auf der Autobahn war es noch nicht so voll. Ich hörte Musik und war gut gelaunt.
Da ich extra früh losgefahren war, hatte ich noch etwas Zeit und so fuhr ich bei der nächsten Abfahrt ab, weil ich Rick noch eine Kleinigkeit mitbringen wollte, wie ich mich kurz entschlossen hatte.
Auf dem Weg in die kleine Stadt kam eine Nachricht von Linda, meiner besten Freundin. Ich hatte ihr ja von Rick erzählt.
Ich antwortete ihr und lenkte mit einer Hand weiter- da durchfuhr mich ein gewaltiger Schmerz. Es wurde dunkel …. dann hell……dann……………


Mandy kam nicht. Hatte sie mich versetzt? Sie hatte mich auf dem Festival so verliebt angesehen, wir hatten uns auf Anhieb verstanden. Ich versuchte sie anzurufen. – Immer die mail-box.
Ich versuchte es auf dem Festnetz. Niemand hob ab. Nach Wochen waren die Nummern gar nicht mehr gültig. Kein Anschluss mehr.
Was ist passiert? Ich bin unendlich traurig….kann sie nicht vergessen…
Stella Rose
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Registriert: Sa 15. Apr 2017, 10:08

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